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Seit ein paar Jahren beobachtete ich den Inferno schon. Leider war er immer außerhalb der Ferien. Dieses Jahr war er endlich in den Sommerferien und ich konnte mich anmelden.

Die Daten zum Inferno: Swim 3,1 km , Rennrad 97 km - 2145 hm Steigung, MTB 30 km - 1180 hm Steigung, run 25 km - 2175 hm Steigung.

1. Disziplin: Das Schwimmen im Thuner See war ein Traum.

Aus der 3100 m langen Schwimmstrecke habe ich 3400 m gemacht und ich war nach 1 std und 7 min in der 1. Wechselzone. Die WZ war leider ohne Sitzbänke, so dass das Aus-dem-Neo-pellen und Umziehen für mich etwas kompliziert war. Außerdem hatte ich mein Rennrad in der falschen Reihe vermutet. Vom Schwimmaustieg bis zum zum Losfahren habe ich etwas über 7 min gebraucht.

 2. Disziplin: Rennrad

Ja :D - vom Wasser aus direkt in die Steigung! Jeder weiß, dass ich das nicht mag, außer den Orgas vom Inferno. So begann das Desaster auch schon. Die ersten 17 km hatten dann schon knapp 700 hm, was aber noch ganz in Ordnung war. Allerdings bahnte sich da schon an, dass ich auf dem Velo nix anderes als Kanonenfutter für die anderen Teilnehmer war. Von Sundgraben auf 1202 hm ging es dann mit über 70 km/h runter nach Unterseen auf 563 hm. Die Abfahrt war sehr schön zu fahren: lang gezogene Kurven, sauberer Asphalt - alles, was man sich wünscht. Anschließend ging es relativ flach die nächsten 30 km über Interlaken, Ringgenberg, Brienz bis nach Meiringen.

Ich hatte mir das Rennen in 4 Berge eingeteilt - schien mir die Sache einfacher zu machen. Einen hatte ich schon geschafft. Jetzt ging es hoch zum großen Scheidegg von 593 hm auf 1960 hm. Ganz ehrlich: Keine Ahnung gehabt, was das bedeuted. Ich bin fast 2 Std an der Kotzgrenze berghoch gefahren. Unfassbar was es für Steigungen geben kann! Mein Garmin faselte immer irgendwas von "Aerobe Fitness stark verbessert", während ich einfach nur in den nächsten Busch wollte. Ist natürlich auch schwierig, solch einen Berg in unseren Breitengraden zu trainieren. Irgendwann hatte ich dann meine allererste Passüberquerung geschafft und war mega glücklich und völlig ausgelutscht. Runter ging es dann nach Grindelwald mit einer Höhe von 943 hm. 

3.Disziplin: Mountainbike

Es waren höchstens noch 4 Mountainbikes in der Wechselzone. Ich war echt spät dran. 

Wechselte schnell die Schuhe, schnappte mir mein MTB und wollte los. Ein Offizieller sprach mich an und fragte mich, wie es mir ging. Ich sagte "gut" und quatschte ihn dann noch voll, wie genial die Abfahrt mit dem Rennrad war und wie schnell ich geschwommen bin. Er befand, dass ich noch gut drauf bin und ließ mich die Wechselzone verlassen. Verbleib in der Wechselzone 4,23 min

Gleich vorab: Die gesamten Höhenmeter gab es auf 10 km, direkt nach der Wechselzone: 1180 hm. Auf dem Papier sieht das einfach aus. Nach den Rennradfahren waren meine Beine eh schon ausgelutscht und nicht begeistert. Ich dachte, mit den kleinen Gängen würde es schon gehen rauf zum kleinen Scheidegg - war aber nicht so. Ich musste Streckenabschnitte schieben, weil ich keine Kraft mehr hatte. Auf´s Schieben möchte ich auch nicht weiter eingehen. Fast genau 2 Std bin ich wieder berghoch gefahren bis ich auf 2060 hm war. Dann durfte ich endlich in die Abfahrt. Von 2060 hm runter nach Stechelberg auf 862 hm. Noch nie so eine lange Abfahrt gehabt. Bevor ich allerdings in die Abfahrt durfte wurde mir mitgeteilt, dass ich mich beeilen müsse, weil sie mich sonst in der Wechselzone Lauterbrunnen nicht mehr zum Laufen zulassen würden. Schon wieder spät dran - so wie eigentlich die ganze Zeit. Die Abfahrt: Minus 11 Prozent und 12 km lang. Was war das für ein Genuss! 56 km/h - und manch ATS-Fahrer hätte sich gewundert, wie sicher ich da runter bin. Selbst die schwierigen Passagen bereiteten mir keine Schwierigkeiten. Vom tiefsten Punkt in Lauterbrunnen ging es dann über Asphalt zur Wechselzone nach Stechelberg.

4.Disziplin: Laufen

Das Fahrrad einem Helfer übergeben und gefragt ob ich noch genug Zeit hätte um aufs Schilthorn zu kommen. Er meinte, dass es kein Problem wäre. Ich wusste allerdings, dass er mir nur Mut machen wollte. Von Anfang an hätte ich einen perfekten Tag gebraucht um rauf zu kommen. 

4:43 min brauchte ich in der Wechselzone.

Von Stechelberg ging es rund 7 km bergab nach Lauterbrunnen … lief eigentlich ganz gut. Ende Stechelberg kamen dann die Steigungen und ich begann zu wandern. Ich war so müde und fertig, einfach am Ende! Über Wurzelpassagen wurden wir geschickt, eine richtig schöne Strecke zum Laufen - wenn man noch Kraft gehabt hätte. Ab der Grütschalp ging es wieder flach weiter und ich konnte wieder joggen. Richtung Mürren waren dann auch wieder mehr Leute auf dem Wanderweg, jeder applaudierte. In Mürren selbst war richtig Stimmung, und ich fing an zu rennen. Am Checkpoint in Mürren war für mich Schluss. Zu langsam, wie die ganze Zeit schon. Offiziell ist es ein DNF, für mich ein Finish in Mürren mit dem ich äußerst zufrieden bin. So viele Dinge, die ich das erste Mal machen durfte und immer so knapp an den Cut-off-Zeiten vorbei. Ich war durchgehend am Limit und  habe meine Leidensgrenze durchaus weiter nach oben geschoben. 

Das Finish am Piz Gloria werde ich irgendwann erleben, sofern es mit den Sommerferien zusammen passt. Muss nur schneller berghoch fahren :D 

Infos zum Wettbewerb - siehe Inferno-Triathlon-Schweiz